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Daniel Codello

Die deutschen Standardwerte präsentieren sich am Dienstag nach einem leicht schwächeren Beginn per Saldo in einer stabilen Verfassung. Kurzzeitig stieg der Dax sogar auf ein leicht höheres Niveau als am Monta

Merrill-Lynch-Analyst Andrew Stott ist nicht gerade zimperlich: Seine drastische Hochstufung der K+S-Aktie beschert dem Dax-Titel einen ebenso drastischen Kurssprung von bis zu 8,2 Prozent.
Rohstoffpreise kaum zu bremsen
Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Märkte mit einer steigenden Inflationsgefahr rechnen. Dafür spricht unter anderem auch der wiedererstarkte Ölpreis. Der in New York ermittelte Ölpreis hat inzwischen schon wieder fast die Marke von 80 Dollar erklommen, obwohl die wichtigsten Industriestaaten von einem selbsttragenden Aufschwung wohl noch weit entfernt sind. Auch andere Rohstoffe wie beispielsweise Kupfer haben sich in jüngster Zeit dramatisch verteuert.

Möglicherweise nehmen die Rohstoffpreise damit bereits eine wieder etwas stärkere Weltwirtschaft vorweg. Doch ob eine solche Entwicklung auch automatisch für höhere Aktienkurse sprechen würde, bleibt abzuwarten. Eine deutliche Erholung der Wirtschaft könnte nach dem starken Kursanstieg des vergangenen Jahres aber bereits in den Kursen enthalten sein. "Die 6.000 Punkte im Moment sind gerechtfertigt, weil die Fundamentaldaten gut sind", sagte Tobias Basse von der NordLB. "Andererseits heißt das aber auch, dass es nicht mehr viele positive Überraschungen geben kann."

Zumindest in der neuen Woche dürfte die Terminlage auf Unternehmensseite die Zahl der möglichen Überraschungen – seien es positive oder negative - doch arg begrenzen. Bis zum Start in die wichtige US-Quartalsberichtssaison müssen die Anleger noch bis in der darauf folgenden Woche auf warten.

Wichtige US-Konjunkturdaten
Immerhin ist bei den US-Konjunkturdaten Spannendes zu erwarten. Insbesondere der am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für den Dezember dürfte die Gemüter der Anleger wieder einmal heftig bewegen. Volkswirte rechnen damit, dass Ende vergangenen Jahres erneut mehr Arbeitsplätze in den USA verloren gegangen sind als neu geschaffen wurden. Darüber hinaus steht am Dienstag jenseits des Atlantiks der Einkaufsmanagerindex für die Industrie und einen Tag später der für die wichtige Dienstleistungsbranche an. Zudem gibt es neue Informationen zum amerikanischen Immobilienmarkt.

Wohl kaum ein richtig schlechter Start
Unabhängig davon wie Konjunkturdaten ausfallen werden, spricht zumindest die Statistik für einen positiven Jahresauftakt. "Die Historie zeigt, dass gerade zu Jahresbeginn, wenn viele Anleger die Portfolioausrichtung adjustieren, überdurchschnittlich hohe Mittelzuflüsse bei Aktienfonds zu beobachten sind", sagte Markus Reinwand von der Helaba. Und die könnten nicht zu knapp ausfallen. "Zumindest ein Teil der überdurchschnittlich hohen Mittel, die aus Vorsichtsgründen in niedrigverzinslichen Kurzfristanlagen gehalten werden, dürften den Weg zurück an den Aktienmarkt finden", glaubt Reinwand.

Rohstoffpreise kaum zu bremsen
Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Märkte mit einer steigenden Inflationsgefahr rechnen. Dafür spricht unter anderem auch der wiedererstarkte Ölpreis. Der in New York ermittelte Ölpreis hat inzwischen schon wieder fast die Marke von 80 Dollar erklommen, obwohl die wichtigsten Industriestaaten von einem selbsttragenden Aufschwung wohl noch weit entfernt sind. Auch andere Rohstoffe wie beispielsweise Kupfer haben sich in jüngster Zeit dramatisch verteuert.

Möglicherweise nehmen die Rohstoffpreise damit bereits eine wieder etwas stärkere Weltwirtschaft vorweg. Doch ob eine solche Entwicklung auch automatisch für höhere Aktienkurse sprechen würde, bleibt abzuwarten. Eine deutliche Erholung der Wirtschaft könnte nach dem starken Kursanstieg des vergangenen Jahres aber bereits in den Kursen enthalten sein. "Die 6.000 Punkte im Moment sind gerechtfertigt, weil die Fundamentaldaten gut sind", sagte Tobias Basse von der NordLB. "Andererseits heißt das aber auch, dass es nicht mehr viele positive Überraschungen geben kann."

Zumindest in der neuen Woche dürfte die Terminlage auf Unternehmensseite die Zahl der möglichen Überraschungen – seien es positive oder negative - doch arg begrenzen. Bis zum Start in die wichtige US-Quartalsberichtssaison müssen die Anleger noch bis in der darauf folgenden Woche auf warten.

Wichtige US-Konjunkturdaten
Immerhin ist bei den US-Konjunkturdaten Spannendes zu erwarten. Insbesondere der am Freitag veröffentlichte Arbeitsmarktbericht für den Dezember dürfte die Gemüter der Anleger wieder einmal heftig bewegen. Volkswirte rechnen damit, dass Ende vergangenen Jahres erneut mehr Arbeitsplätze in den USA verloren gegangen sind als neu geschaffen wurden. Darüber hinaus steht am Dienstag jenseits des Atlantiks der Einkaufsmanagerindex für die Industrie und einen Tag später der für die wichtige Dienstleistungsbranche an. Zudem gibt es neue Informationen zum amerikanischen Immobilienmarkt.

Wohl kaum ein richtig schlechter Start
Unabhängig davon wie Konjunkturdaten ausfallen werden, spricht zumindest die Statistik für einen positiven Jahresauftakt. "Die Historie zeigt, dass gerade zu Jahresbeginn, wenn viele Anleger die Portfolioausrichtung adjustieren, überdurchschnittlich hohe Mittelzuflüsse bei Aktienfonds zu beobachten sind", sagte Markus Reinwand von der Helaba. Und die könnten nicht zu knapp ausfallen. "Zumindest ein Teil der überdurchschnittlich hohen Mittel, die aus Vorsichtsgründen in niedrigverzinslichen Kurzfristanlagen gehalten werden, dürften den Weg zurück an den Aktienmarkt finden", glaubt Reinwand.

Wer hätte das gedacht: Gut ein Jahr nach dem Lehman-Kollaps scheint der Sturm der Entrüstung verflogen. Das um fast die Hälfte eingebrochene Volumen des deutschen Derivatemarktes ist sogar wieder über die Schwelle von 100 Milliarden Euro geklettert. Dennoch hat sich in der Branche viel verändert.

Wie Phoenix aus der Asche
Für Aufmerksamkeit sorgte kürzlich die Nachricht über den Teilrückzug von DWS Go, der Zertifikate-Tochter von Deutschlands führender Fondsgesellschaft DWS. Die DWS wird künftig nur noch dann neue Papiere auflegen, wenn ein Kunde mit konkreten Wünschen und ausreichend Kapital an sie herantritt. Zudem hat sich DWS Go von einigen führenden Mitarbeitern getrennt. Bereits im April ging DWS-Geschäftsführer Stephan Kunze, der als einer der DWS-Go-Väter gilt. Seinem Nachfolger Ingo Gefeke wird dagegen nur wenig Sympathie für diese Anlageform nachgesagt. Matthias Liermann, der ebenfalls als Architekt von DWS Go gilt, ist zu X-Markets gewechselt, dem Zertifikate-Team der Konzernmutter Deutsche Bank, dem hiesigen Marktführer der Branche.

Doch eine grundsätzliche Trendwende der Emittenten weg vom Zertifikatemarkt für Kleinanleger ist damit nicht eingeläutet. Im Gegenteil. Noch immer emittieren die Banken im Schnitt rund 2.500 Produkte täglich, und die Absatzzahlen zeigen nach oben. Bis Ende September stieg das Anlagevolumen der 14 an der Markterhebung des Deutschen Derivateverbands DDV teilnehmenden Banken wieder auf 85,8 Milliarden Euro. Hochgerechnet auf den Gesamtmarkt ergibt das nach Schätzungen von DDV-Vorstand Hartmut Knüppel ein Gesamtvolumen von 101 Milliarden Euro.
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"Die Branche muss sich verändern"


Gewaltige Aufklärungsarbeit
Ein beachtlicher Erfolg, hatten viele Anleger nach der Insolvenz von Lehman Brothers doch ihr Geld aus den rechtlich als Inhaberschuldverschreibung geltenden Zertifikaten abgezogen, nachdem sie erfahren hatten, dass diese Papiere an die Bonität des Emittenten gekoppelt sind. Zudem sorgten die Kursverluste am Aktienmarkt und die Einführung der Abgeltungssteuer zu Jahresbeginn dafür, dass das in Zertifikaten angelegte Volumen bis Februar 2009 unter 80 Milliarden Euro fiel.

Von diesem Vertrauensverlust hat sich der Markt inzwischen erholt. Der Verband gibt sich zuversichtlich, dass das Wachstum sich auch im kommenden Jahr fortsetzen wird. Nach Ansicht von Wolfgang Raum, Chefredakteur des Zertifikatejournals, erntet die Branche damit auch die Früchte der "gewaltigen Aufklärungsarbeit" in den vergangenen zwölf Monaten: "Die Anleger haben gelernt, dass es sich bei Zertifikaten nicht um Teufelszeug handelt, sondern um seriöse Produkte, mit denen sich Geld verdienen lässt." Trotzdem sind die Anleger vorsichtig geworden und haben ihr Verhalten geändert.
Sicherheit steht ganz oben
Statt in erster Linie auf die Rendite zu achten, steht nun der Sicherheitsaspekt ganz oben auf der Prioritätenliste. Gefragt sind in erster Linie Produkte mit einem minimalen Risiko und einer Rückzahlungsgarantie des Emittenten. Dabei erleben vor allem die klassischen Discountzertifikate ein gewaltiges Comeback, weil die Anleger am Ende der Laufzeit entweder den Basiswert ausgezahlt bekommen oder einen bei Emission festgelegten Maximalbetrag erhalten.

   
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