Am 3.12.1920 haben die Escher Lehrer Nie. Wolff und Pierre Wagner-Poncin,
sowie J.P. Pierre den Grundstein der «Les Amis de la Fleur» gelegt.
Unter dem Namen «Verein der Escher Blumenfreunde» wurde eine Vereinigung
gegründet mit dem Zweck die sachgemäße, erfolgreiche Anzucht und Pflege der
Blumen- und Blattpflanzen in allen Schichten der Bevölkerung, namentlich in der
Arbeiterwelt, anzuregen, zu fördern und zu verbreiten.
Am 17.12.1920 fand die erste Vorstandssitzung im Lokal Bissen statt.
Die Präsidentschaft übernahm Herr J. Erpelding, Direktor der Terres-Rouges und
der Ehrenpräsident wurde Herr Heynen, Arbed-Direktor.
Vizepräsident wurde Pierre Goedert, Sekretär Nic. Wolff und Kassierer J.P. Pierre.
Beisitzer waren die Damen Kreins und Reckinger, sowie die Herren Flesch,
Geimer, Kersch, Thilges und Wagner-Poncin.
143 Mitglieder hatten sich dem Verein sofort angeschlossen.
Am 3.2.1921 machte der Vorstand den Schöffenrat schriftlich darauf aufmerksam,
dass es ihm gelungen war, besonders die Arbeiterwelt für den Verein zu interessie-
ren, denn von den bereits 283 eingeschriebenen Mitgliedern stammten 157 aus dem
Arbeitermilieu.
Am 31.12.1921 zählte man schon 525 Mitglieder.
Im Oktober 1921 fasste der Vorstand der «Les Amis de la Fleur» den kühnen
Entschluss eine eigene Vereinszeitung zu veröffentlichen. Die erste Ausgabe dieser
"Monatszeitschrift für Blumenzucht und Gartenbau" erschien am 10.11.1921 mit
einer Auflage von 1000 Exemplaren. Redakteure waren Nic. Wolff und P. Wagner-
Poncin. Drucker dieser Vereinszeitschrift der Escher Blumenfreunde war Aug.
Wagner.
Der Zweck sollte sein, das freie Leben in der Natur, besonders im Garten, zu
fördern. Dem Arbeiter und Beamten sollte in seiner Freizeit eine angenehme und
gewinnbringende Beschäftigung angeboten und die gesundheitlichen Werte von
Gemüse und Obst durch Wort und Tat vor Augen geführt werden.
Wegen des gediegenen Inhaltes wurde die Vereinszeitschrift zum Organ des neuge-
gründeten Verbandes. Durch einen Vorstandsbeschluss vom 21.12.1925 wurde der
Bezug der Verbandszeitschrift für sämtliche Mitglieder der im Verband zusammen-
geschlossenen Vereine obligatorisch.
In den Kriegsjahren 1940-1945 fanden keine Sitzungen statt.
Am 20.3.1946 haben die Damen Decker-Olinger, Waldbillig und Witry sowie die
Herren P. Flesch, J. Kayser, J.P. Kirsch, J.P. Pierre, J. Scheer, B. Simon. P. Deltgen,
N. Heirens, Prosper Heischburg und P. Krier den Verein neu gegründet.
Am 14.12.1950 fand die 30. Generalversammlung statt. Zum Ehrenpräsidenten
wurde P. Flesch ernannt. Präsident war Pr. Heischburg, Vizepräsidentin Mme
Waldbillig und B. Simon, Sekretär P. Deltgen und Kassierer J.P. Pierre während die
Damen Decker-Olinger und Feyder sowie die Herren Federmeyer, Hentges, Jost,
Kayser, Kirsch und Scheer als Beisitzer fungierten.
Am 20.6.1954 fand die feierliche Einweihung der ersten Vereinsfahne statt, die
beim feierlichen Umzug durch die Straßen der Stadt Esch viel Aufsehen erregte.
Beim Empfang im Stadthaus waren anwesend der Bürgermeister A. Krier, Schöffe
Kinsch, die Stadträte N. Mannes, V. Neuens und E. Eischen, sowie die Vertreter des
Landesverbandes Präsident J. Olinger und Generalsekretär Paul Beck. Im Festsaal
dankte der Vereinspräsident Pr. Heischburg dem Bürgermeister A. Krier für den
Empfang und überreichte ihm einen Blumenstrauß. Daraufhin wurde die neue
Fahne, von 6 Ehrendamen gehalten, enthüllt und dem Fähnrich überreicht. Die
Patin der Fahne war Mme Waldbillig und Pate stand J.P. Pierre. Die Fahne hatte
Architekt Laurent Schmit entworfen. Nach dem Empfang im Stadthaus führte der
Festzug zur St. Josephskirche, wo die neue Fahne gesegnet wurde. Nach der Feier
wurde zum Festessen im Restaurant Doerner eingeladen.
In der Generalversammlung vom 18.4.1962 trat J.P. Pierre die Nachfolge von
Präsident Pr. Heischburg an. Etwa 400 Mitglieder waren noch eingeschrieben.
1963 waren es 408 Mitglieder und 1966. wo P. Deltgen zum Präsidenten gewählt
wurde, wuchs die Zahl der Mitglieder auf 444 an um bis 1970 wieder auf 336
Mitglieder zu sinken, weil in den letzten Jahren viele ältere Mitglieder verstarben.
Im gleichen Jahr war Präsident P. Deltgen seit 40 Jahren und Kassierer J.P. Pierre
seit 50 Jahren im Vorstand tätig. Leider verstarb J.P. Pierre im Laufe des Jahres im
Alter von 83 Jahren.
Im März 1971 feierte der «Les Amis de la Fleur» sein 50j ähriges Vereinsjubiläum.
Der Präsident der Liga CTF Jos. Olinger nahm an der Feier teil. Nach dem
feierlichen Hochamt in der St. Josephskirche wurden auf den Gräbern von
Mme Waldbillig und J.P. Pierre Blumen niedergelegt.
Das Festessen fand in der Brasserie Falstaff statt, wo anschließend das goldene
Verbandsabzeichen «à titre posthume» an Mme Diderich-Pierre für ihren verstor-
benen Vater J.P. Pierre verliehen wurde.
Das goldene Sektionsabzeichen erhielten die Damen P. Wies, M. Feider und H.
Decker sowie die Herren Bern. Simon, Guill. Kalmes und Serv. Bontemps.
Weiteren 15 Mitgliedern wurde das silberne Verbandsabzeichen vergeben.
Vom 27.8. bis zum 2.9.1971 fand in den Limpertsberger Hallen die CTF Aus-
stellung statt. Damals gehörten dem Verein nur noch 200 Mitglieder an. Es brach
eine schwere Zeit für den Vorstand an. denn von den 13 Vorstandsmitgliedern blieben deren nur noch vier übrig. In einer außergewöhnlichen Generalversammlung
erklärten sich die Damen Anne Wies und Lisette Calmes sowie die Herren Rene
Graas, P. Deltgen. Alterspräsident Bern. Simon und Michel Kinnen bereit den
Verein bis zur außergewöhnlichen Generalversammlung vom 24.6.1976 weiterzuführen, wo dann folgender Vorstand gewählt wurde: Präsident Michel Kinnen,
Sekretärin Marie Jungels. Kassierer Fr. Schaul, Beisitzer die Damen Anne Wies,
Cath. Schmit und Suz. Asselborn. Als Kassenrevisoren wurden Nic Laux und
Chr. Roth gewählt.
Am 7.12.1980 feierte der Verein sein 60. Vereinsjubiläum und erhielt von der Liga
ein Subsid in Höhe von 1000.-LUF. Die Feierlichkeiten begannen mit einer
Gedenkmesse in der Herz-Jesu Kirche von wo aus der Festzug zum «Monument au Morts» ging um ein Blumengebinde für alle verstorbenen Mitglieder niederzulegen.
Anschließend wurde der Verein von Schöffe Henri Schmitz und den Räten Paul
Helbach, Leon Bartholmé Raymond Klein. Robert Goedert und Marcel Hentzig im
Stadthaus empfangen in Anwesenheit vom Ligavizepräsidenten Metty Loos.
Nach dem Festessen im Restaurant Jean Oestreicher fand eine Festversammlung
statt an der verschiedene Ehrengäste teilnahmen u.a. Schöffe Henri Schmitz und
CTF-Generalsekretär Theo Peffer. Die Feier wurde verschönert durch die Chorale
«Princesse Marie-Astrid» aus Monnerich unter der Leitung von Leon Krein. In
Ihren Ansprachen dankten die Redner Henri Schmitz und Theo Peffer dem
Vorstand für die geleistete Arbeit und wünschten dem Verein weiterhin eine florierende Zukunft. Der Verein zählte zu diesem Zeitpunkt wieder 330 Mitglieder.
In der Generalversammlung im Februar 1985 an welcher auch Landespräsident
Metty Loos und die Zentralvorstandsmitglieder Roger Wegener und Jean Marx teilnahmen, wurde J.-P. Krier zum Präsidenten gewählt. Vizepräsidenten Jacques
Kayser und Kassierer Rene Koch. Vorstandsmitglieder wurden Marie Jungels,
Jeanny Schockmel, Pepp Weber, Gerty Pierucci, Antoinette Schu und Guillaume
Birnbaum. Kassenrevisoren waren Nic. Laux, Lucien Binsky und Renzo Bemarbei.
Das goldene Verbandsabzeichen erhielt Jacques Kayser und weitere 11 Mitgliedern
erhielten das silberne Verbandsabzeichen.
In 1995 waren noch 286 Mitglieder dem Verein treu geblieben. Präsident war weiterhin J.P. Krier, Vizepräsidentin Jeanny Schockmel, Sekretär Francois Tornambe.
Kassierer Jacques Kayser und Beisitzer Antoinette Schu, Gerty Pierucci und
Guy Peporté.
Jeweils 27 Personen nahmen an den Ausflügen teil die nach Vianden zur Besichtigung des Pumpspeicherwerkes und mit dem Schiff «Marie-Astrid» nach
Bernkastel führten.
In diesem Jahr fand auch ein Internationales Seminar der europäischen Klein-
gärtner im «Centre Jean Monnet» statt, verbunden mit einem «Tag des Gartens» im
Festzelt in der Cite Jardinière in Bonneweg. Dieses Seminar wurde mustergültig
von der luxemburgischen Liga CTF organisiert.
Im gleichen Jahr sollte der Verein auch seinen 75. Geburtstag feiern, doch wegen
interner Schwierigkeiten musste diese Feier leider ausbleiben.
In der Generalversammlung im Februar 1996 wurde Jacques Kayser zum
Präsidenten ernannt, nachdem J.P. Krier demissioniert hatte. Ein Ausflug ins
Europaparlament nach Brüssel wurde organisiert, wo die 26 Teilnehmer von der
Europaparlamentarierin Viviane Reding empfangen wurden. Der Verein zählt nur
noch 210 Mitglieder.
Im März 1997 legte J. Kayser nach nur einem Jahr sein Amt als Präsident nieder.
Es wurde von Jeanny Schockmel übernommen. Drei weitere Vorstandsmitglieder
traten zurück so dass der Verein nur noch von den Vorstandsmitgliedern Jeanny
Schockmel, Guy Peporte und Renée Backes weiter geführt wurde. Mit dem Einverständnis des Zentralvorstandes der Liga konnte dieser Vorstand bis zur nächsten
Generalversammlung weiter arbeiten.
Da bis zu diesem Zeitpunkt alles Vereinseigentum bei den Vorstandsmitgliedern
untergebracht war, richtete der Vorstand die Bitte an die Gemeindeverwaltung, dem
Verein ein Vereinslokal zur Verfügung zu stellen. Diese Bitte wurde zur vollsten
Zufriedenheit gewährt. Im schön eingerichteten Lokal können nun die Vorstands-
sitzungen stattfinden. Der Stadtverwaltung gebührt ein großer Dank.
Am 20.2.1999 fand die Generalversammlung statt. 170 Mitglieder sind noch eingeschrieben. Auch 1998 hatte sich kein neues Mitglied um Mitarbeit im Vorstand
beworben. Krankheitshalber trat Maria Oé als Kassenrevisorin zurück, und wurde
durch Arlette Theisen-Wampach ersetzt. Zwei neue Mitglieder sind zur Mitarbeit
im Vorstand bereit.
Präsidentin wurde Jeanny Schockmel. Sekretär/Kassierer Guy Peporté und
Beisitzende die Damen Alice Leonard, Charlotte Eschenauer und Reneé Backes.
Kassenrevisoren wurden Irma Dumont und Arlette Theisen-Wampach.
Im Laufe des Jahres sind 12 treue Mitglieder verstorben. Traditionell fanden die
verschiedenen Versammlungen zu Ostern, Muttertag und Allerheiligenfeier, sowie
ein Ausflug zum Blumencorso nach Blankenberge statt. Das traditionelle Weihnachtsessen fand in festlicher Atmosphäre im Restaurant "Bec Fin" statt.
Der Kongress der Liga CTF fand in Bad Mondorf in Anwesenheit des Schirmherrn
der Liga, Großherzog Jean statt. Anlässlich der 60jährigen Schirmherrschaft wurde
Großherzog Jean die goldene Rose der Liga überreicht. Durch diese Hohe Präsenz
hatte der Kongress einen besonders würdigen Charakter.
Am von der Regionalkommission Süden organisierten Ausflug zur Besichtigung
der Glockengießerei und Tuchfabrik in Saarburg und der Rehaklinik in Orscholz
nahmen zwei Vorstandsmitglieder teil.
Zur 80. Generalversammlung am 19. Februar 2000 konnte Präsidentin Jeanny
Schockmel viele Ehrengäste begrüßen u.a. Schöffe Ady Jung, die Stadträte Annette
Hildgen-Reuter und Michel Rousseau, die Präsidentin der Regionalkonimission
Süden Leonie Alesch, die Präsidentin der Amiperas Jeanny Becker mit ihrem
Vorstand, sowie verschiedene benachbarte Vereine. Zum Gelingen dieser 80.
Jubiläumsgeneralversammlung hatte der Vorstand keine Mühe gescheut und die
Sängerin Diane Juchem mit ihrem musikalischen Begleiter Romain Ludwig eingeladen. Bei dieser Vorfeier zum 80. Geburtstag von «Les Amis de la Fleur» wurde
ein Zinnteller an die Anwesenden verschenkt. Verschiedene langjährige Mitglieder
wurden ausgezeichnet.
Falko Heide wurde neu in den Vorstand aufgenommen, der sich nun wie folgt
zusammensetzt: Präsidentin Jeanny Schockmel, Sekretär/Kassierer: Guy Peporté
und den Beisitzer Charlotte Eschenauer-Wollscheid, Alice Leonard und Falko
Heide.
Am 12.3.2000 hatte der Vorstand der «Les Amis de la Fleur» die Regionaldelegiertenversammlung Süden in der Escher Sporthalle organisiert, an welcher etwa 130
Sektionsdelegierte teilnahmen, sowie als Ehrengast Schöffe Ady Jung. Die
Versammlung schloss mit einem von der Stadt Esch angebotenen Ehrenwein.
Am 15.4.2000 waren die Mitglieder zur Osterfeier eingeladen. Fräulein Resy
Wächter zeigte schöne Dias über die Landschaft und Pflanzenwelt aus Nordindien
„Im Land der Maharadjas" bevor jeder der 30 Anwesenden ein kleines Oster-
geschenk bekam und die Weintombola ausgelost wurde.
Am 18.5.2000 beteiligten sich zwei Vorstandsmitglieder am Ausflug der Regionalkommission Süden nach Seraing zur Cristallerie St. Lambert und nach Dinant wo
eine einstündige Schifffahrt stattfand.
Am 3.6.2000 wurden unsere Mütter geehrt. Bei Kaffee und Kuchen verbrachten 25
Mitglieder einen angenehmen Nachmittag. In dieser Versammlung konnte der
Vorstand eine Geldspende von 20.000.- an Mme Marie-Marthe Brück von „En
Häerz fir kriibskrank Kanner,, überreichen. Sie bedankte sich herzlich.für die finanzielle Hilfe und stellte Ihre Stiftung vor.
Im Mai 2000 wurde der Organisationsvorstand gegründet, um die Feierlichkeiten
zum 80. Vereinsjubiläum zu organisieren unter der Präsidentschaft von Michel
Rousseau. Vizepräsidentin Jeanny Schockmel-Elcheroth, Sekretär Guy Peporté.
Kassiererin Leonie Alesch und den Mitgliedern Marie-Josée Agosta, Charlotte
Eschenauer-Wollscheid, Dominique Feiereisen, Leon Theisen und Falko Heide.
Die Feiern zum 80jährigen Vereinsjubiläum waren am 7.10.2000 mit einer akademischen Sitzung und am 8.10.2000 mit einer Kranzniederlegung am Monuments
aux Morts begangen worden. Danach war eine Gedenkmesse um 10 Uhr in der
Lallinger Kirche und ein Festessen im Festsaal der Amiperas.